Empore


Empore
Em|po|re 〈f. 19zum Innenraum hin offenes Obergeschoss in Kirchen, Galerie (Kirchen\Empore) [verkürzt aus Emporkirche (18. Jh.) <mhd. borkirche;empor...]

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Em|po|re, die; -, -n [für älter: (Em)porkirche, spätmhd. borkirche = oberer Kirchenraum, zu mhd. bor, empor]:
innen angebautes, zum Innenraum hin offenes, galerieartiges Obergeschoss, bes. in Kirchen:
eine offene, gedeckte E.

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Empore
 
[aus althochdeutsch bor »oberer Raum«, »Höhe«] die, -/-n, in der kirchlichen Baukunst meist über den Seitenschiffen, im Zentralbau über dem Umgang des Erdgeschosses gelegenes, zum Kirchenraum geöffnetes galerieartiges Obergeschoss (auch mehrstöckig), auch tribünenartiger Einbau in Holz oder Stein in einem Raum (Freiempore). Die Empore war bestimmten Personen (Frauen, Nonnen, Sängern, Hofstaat) oder Zwecken vorbehalten. Sie ist zuerst bei den römischen Marktbasiliken nachweisbar und gelangte über die östliche Sakralarchitektur in die europäische Baukunst. Weit verbreitet war sie im mittelalterlichen Kirchenbau, v. a. in der Romanik und frühen Gotik in Frankreich, Oberitalien und Deutschland. Emporen waren für die Gliederung von Langhauswänden von großer Bedeutung, man schuf auch Scheinemporen, d. h. Emporen ohne nutzbaren Raum (nur in Mauerstärke). Im protestantischen Kirchenbau wurde die Empore verstärkt wieder aufgegriffen. Allgemein war sie als Orgelempore verbreitet, sie griff in Barock und Rokoko auch auf die Profanarchitektur über (Schlossbibliotheken und -festsäle).

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Em|po|re, die; -, -n [für älter: (Em)porkirche, spätmhd. borkirche = oberer Kirchenraum, zu mhd. bor, ↑empor]: innen angebautes, zum Innenraum hin offenes, galerieartiges Obergeschoss, bes. in Kirchen: eine offene, gedeckte E.; der Chor sang auf der E.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Empōre — Empōre, so v.w. Emporkirche …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Empore — Empore, s. Emporkirche …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Empore — Emporen in der Frauenkirche (Dresden) Eine Empore ist eine erhöhte Galerie oder Tribüne, die mit einer Langseite zu einem größeren Innenraum hin geöffnet ist. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Empore — empor: Mhd. enbor‹e›, embor aus ahd. in bor »in die Höhe« (dazu ↑ Bürzel, ↑ purzeln) enthält das Substantiv mhd., ahd. bor »oberer Raum, Höhe«, das zum idg. Verbalstamm *bher »heben, tragen« gehört (vgl. ↑ gebären). Die frühnhd. Form entbor… …   Das Herkunftswörterbuch

  • empore — (an po r ) s. m. Terme d ancienne médecine. Réservoir qu on supposait destiné à recevoir les esprits animaux filtrés par le cerveau. ÉTYMOLOGIE    En grec, marché …   Dictionnaire de la Langue Française d'Émile Littré

  • Empore — Balkon, Galerie, Rang; (ugs. scherzh.): Olymp; (landsch. scherzh.): Juchhe. * * * EmporeGalerie,Rang;scherzh.:Olymp;österr.:Juchhe …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Empore — Em·po̲·re die; , n; eine Art ↑Galerie2 (1) oder Balkon, besonders in Kirchen oder großen Sälen …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Empore — Em|po|re, die; , n (erhöhter Sitzraum [in Kirchen]) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Prieuré de Serrabone — Serrabone, auf Katalanisch Serrabona (‚guter Berg‘), ist ein ehemaliges, 1082 gegründetes Priorat im französischen Département Pyrénées Orientales (Région Roussillon) am Fuße des Massif du Canigou, etwa 40 Kilometer südwestlich von Perpignan.… …   Deutsch Wikipedia


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